Private Pflegeversicherung

Gut versorgt dank einer flexiblen Pflegeversicherung

Sie werden mit großer Wahrscheinlichkeit pflegebedürftig. Wie schaffen Sie es, dabei nicht arm zu werden?
Sparschwein
Es gibt zwei Dinge, die Sie zum Thema Pflege und Pflegeversicherung wissen müssen. Zum einen, Ihre Chance im Laufe Ihres Lebens pflegebedürftig zu werden, schätzen die Experten aktuell mit 50%. Tendenz – leider! – steigend. Zum anderen, die staatliche Pflegeversicherung reicht mit Sicherheit nicht aus, um die Pflegekosten zu finanzieren. Sie (oder Ihre Verwandte) müssen höchstwahrscheinlich auf eigene Ersparnisse zurückgreifen.

Sind Sie sicher, dass Sie genug Geld haben?

Pflege-Bahr – Private Vorsorge, vom Staat gefördert

Der Staat erkennt die Unzulänglichkeiten der gesetzlichen Pflegeversicherung und die Notwendigkeit der privaten Vorsorge. Um Versorgungslücke zu schließen, werden die Verträge für private Pflegeversicherung durch die sog. Pflege-Bahr mit 5,- Euro monatlich gefördert. Der Vorteil dieser Förderung ist ihre Offenheit: Jeder Bürger über 18 Jahre darf einen Versicherungsvertrag mit einem der geförderten Tarife abschließen. Außerdem werden vor dem Vertragsschluss keine Gesundheitsfragen gestellt.

Pflege-Bahr weist aber auch einige Nachteile auf. Einerseits sind die geförderten Tarife oft teurer – das ist die Kehrseite der fehlenden Gesundheitsprüfung. Andererseits, werden oft die Beiträge auch im Leistungsfall eingezogen, was verständlicherweise die finanzielle Leistung mindert. Drittens, bei den durch Pflege-Bahr geförderten Tarifen handelt es sich immer um Tagegeld oder Monatsgeld, was für die Kunden mangelnde Flexibilität bei der Gestaltung ihrer Pflegeversicherung bedeutet.

Flexibel und günstig – Private Pflegevorsorge

Private (nicht an Pflege-Bahr gekoppelte) Pflegevorsorge bringt den Leistungsnehmern mehrere Vorteile. Diese Pflegeversicherung kann als Tagegeld bzw. Monatsgeld, als Kosten- oder auch als Pflegerentenversicherung abgeschlossen werden. Bei der Pflegetagegeld-Versicherung erhält der Versicherungsnehmer eine im voraus bestimmte Geldsumme, die von der Pflegestufe abhängig ist. Dabei kann der Kunde bei den gestaffelten Tarifen nur die Auszahlungen für die Pflegestufe III festlegen, das Tagegeld für Pflegestufe II und I, sowie 0, wird als Prozentsatz von der Höchstleistung bestimmt.

Beim modularen Aufbau kann der Versicherungsnehmer die Leistung für jede Pflegestufe einzeln festlegen. Diese Form ist flexibel, da der Patient und pflegende Angehörige nach eigenem Ermessen über das Geld verfügen können. Bei der Pflegekosten-Versicherung deckt der Versicherer die Pflegelücke, also den Unterschied zwischen den Leistungen der staatlichen Pflegeversicherung und den faktischen Pflegekosten. Beim Abschließen des Vertrags kann der Leistungsnehmer selbst bestimmten, zu welchem Teil die Pflegelücke geschlossen werden soll.

Beide Tarife – Pflegetagegeld- und Pflegekosten-Versicherung können miteinander kombiniert werden. Pflegekosten-Versicherung gibt dem Versicherungsnehmer ein hohes Maß an Sicherheit, denn er oder sie weiß: Egal, wie hoch die tatsächlichen Kosten meiner Pflege ausfallen, diese werden garantiert zu einem großen Teil vom Versicherer gedeckt. Des Weiteren kann eine private Pflegevorsorge als eine Form der Lebensversicherung gestaltet werden. Bei der Pflegerenten-Versicherung erhält der Versicherungsnehmer im Leistungsfall eine im Voraus vereinbarte Rente.

Vor dem Abschluss Ihrer privaten Pflegeversicherung denken Sie an diese drei Dinge:

1. Demenz ist ein schweres Schicksal. Achten Sie darauf, dass Ihr Versicherer auch bei Demenz (Pflegestufe 0) leistet;

2. Beitragsfrei im Leistungsfall: Wenn Sie Beiträge auch im Leistungsfall zahlen müssen, verringert sich um diese Summe die empfangene Leistung;

3. Nutzen Sie den umfangreichen Tarifvergleich, ziehen Sie Experten zurate, um einen Vertrag zu den für Sie persönlich besten Konditionen abzuschließen.