Bezirk Pankow

Der Bezirk Pankow ist der dritte Berliner Verwaltungsbezirk. Er ist auch der bevölkerungsreichste Bezirk Berlin mit fast 400.000 Einwohnern.

Wie viele andere Bezirke wurde er im Jahr 2001 verändert. Zu Pankow gehören seitdem auch die Berliner Ortsteile Weißensee und Prenzlauer Berg, aber auch Blankendorf, Hainersdorf, Buch und Rosenthal sowie sieben weitere Ortsteile.

Pflegeheime im dritten Bezirk

 

Ich mache den Pflegeberuf nun schon seit mehr als zehn Jahren. Dabei habe ich auch viele Erfahrungen gemacht – sehr viele schöne, aber auch einige weniger schöne. Ich gehe jeden Tag mit Energie und mit viel Freude an meine Arbeit. Es wird zwar immer härter und anstrengender, und langsam meldet sich auch schon mein Rücken, ich empfinde meine Arbeit aber immer noch als lohnend. Schlimm ist es, wenn dann von den Heimbewohnern Beleidigungen oder sexuelle Belästigungen kommen. Das ist leider nicht selten der Fall. Dann fragt man sich schon immer mal wieder, was man hier eigentlich tut. Als besonders belastend empfinde ich aber, dass wir von der Gesellschaft kaum Anerkennung bekommen. Irgendwie ist alles selbstverständlich – eben einfach ein Job. Und niemand sieht, wie schwer der manchmal fallen kann. In den Pflegedebatten im Fernsehen geht’s irgendwie nur ums Geld und um die Finanzierbarkeit – aber niemals um die Menschen, die das machen müssen, und viele Jahre ihres Lebens der Pflege widmen. Das finde ich schade.

 

Pflegeheim in Berlin Pankow

Ob in Berlin-Pankow, Spandau, Reinickendorf, Mitte oder in anderen Ortsbezirken: Das richtige Pflegeheim zu finden ist keine leichte Aufgabe. Die Entscheidung für ein Pflegeheim ist oft schon schwer genug für Betroffene und Angehörige, da dies gemischte Gefühle auslöst. Betroffene fühlen sich häufig vernachlässigt, unerwünscht und zurückgewiesen.

Angehörige kämpfen mit dem Gefühl, einen geliebten Menschen im Stich zu lassen, sind erschöpft oder haben ein schlechtes Gewissen. Der Umzug in ein Pflegeheim in Berlin Pankow kann eine sinnvolle Lösung sein, wenn Angehörige einen kurzen Weg dorthin haben. So können sie ihren pflegebedürftigen Verwandten einfach besuchen.

Ortslage ist wichtig für ein Pflegeheim

In Berlin Pankow ist es ohne Weiteres möglich, überall hinzukommen. Am Bahnhof fährt in jede Richtung ein Zug oder Bus ab, mit dem Bewohner und Touristen innerhalb Pankows oder in andere Ortsteile von Berlin fahren können. Bewohner eines Pflegeheimes sollten nicht den ganzen Tag zurückgezogen auf ihren Zimmern verbringen, sondern dazu animiert werden, an Ausflügen teilzunehmen.

Eine Bummeltour durch das Kissingenviertel ist immer wieder interessant und lohnenswert. Die Gebäude, die zwischen 1920 und 1930 gebaut wurden, sind einmalig mit ihren Zeppelindächern. In der Nähe der Prenzlauer Promenade entsteht ein kleines Einkaufszentrum, welches bis 2021 fertig erbaut sein soll.

Die guten Einkaufsmöglichkeiten und gleichmäßige Verteilung der einzelnen Geschäfte in Berlin-Pankow, ermöglicht es Senioren, Kleinigkeiten selbst kaufen zu können. Ärzte und Apotheken befinden sich vor Ort und Therapien können begleitet werden von einem Pfleger.

Neben freundlichem Personal, einer guten Hygiene, regelmäßigen Mahlzeiten und einem Freizeitprogramm, ist die Ortslage sehr wichtig für ein Pflegeheim. Die Umgebung eines Pflegeheimes sollte gut überlegt sein, da es wichtig ist, dass sich der Bewohner wohl fühlt.

Der Wechsel vom eigenen Zuhause in eine Pflegeeinrichtung fällt vielen sehr schwer, sodass es Sinn macht, persönliche Gegenstände mitzunehmen.

In den ersten Wochen verändert sich die komplette Tagesstruktur: Der Tagesablauf muss umgestellt werden, Eingewöhnung in die neue Wohnumgebung, das Kennenlernen vom Pflegeheimpersonal und den Bewohnern steht an und die Ernährung wird umgestellt auf den Rhythmus des Pflegeheimes.

Mit Ausflügen zu den Lieblingsorten in Pankow kann die Eingewöhnung erleichtert werden. In den ersten Wochen befinden sich die pflegebedürftigen Menschen in einem Chaos aus Gefühlen und sind oft unausgeglichen. Viele hängen sehr an ihrer eigenen Wohnung und haben Schwierigkeiten, sich mit einem Zimmer abzufinden.

Marissa Strupp arbeitet als Pflegerin in einem Pflegeheim in Pankow und erzählt:

„Bei uns kommen meistens ältere Menschen, die pflegebedürftig sind, unter. Gelegentlich passiert es auch mal hin und wieder, dass Menschn mittleren Alters zu uns stoßen nach einem Schlaganfall. In einigen Fällen können diese allerdings wieder nach Hause zurück nach ein paar Monaten und können ambulant betreut werden.

Der Alltag in unserem Pflegeheim ist sehr stressig, da wir manchmal unterbesetzt sind und einen sehr straffen Zeitplan einhalten müssen. Freie Tage sind vor Allem für unsere ausgebildeten Fachkräfte so gut wie nicht drin und wir freuen uns über jeden Praktikanten oder FSJ-ler. Jede helfende Hand ist hier echt notwendig, um das Arbeitspensum bewältigen zu können. Wir bekommen nun zwei neue Auszubildende, die sehnlichst erwartet werden.

Hoffentlich kommen die pünktlich und regelmäßig und gehen auch gut mit unseren Bewohnern um. Im letzten halben Jahr haben wir einen Pfleger und eine Praktikantin entlassen, da diese ihren Job wohl nicht ernst genommen haben und das Wohl der Bewohner vorrangig ist. Diese Entscheidung fiel uns sehr schwer, da wir sehr oft unterbesetzt sind.

Ich hoffe, dass es mit den zwei neuen Auszubildenden gut läuft, dass wir auch wieder öfter Ausflüge mit den Bewohnern unternehmen können, die noch ziemlich fit sind. Ich komme eigentlich aus Süddeutschland und freue mich, mit den Bewohnern aus diesem Pflegeheim in Pankow Ausflüge in den Ortskern unternehmen zu können.

Die meisten aus unserem Heim kommen von hier und erklären mir sehr viel über die Sehenswürdigkeiten oder welche Plätze für sie eine Bedeutung haben. Solche Momente sind sehr schön und entspannend. Aktuell versuche ich, alle zwei Wochen mit einer kleineren Gruppe von Bewohnern etwas zu unternehmen, aber immer geht das nicht.

Es reicht eine Krankmeldung und wir können leider nicht raus. Damit die Pflegeheimbewohner dann trotzdem etwas rauskommen, bring ich sie in unseren kleinen Park, der zum Pflegeheim dazugehört. Viele Bewohner werden wochenends von Angehörigen abgeholt zu Ausflügen.

Dadurch ist das nicht so schlimm, dass wir oft einfach nicht die Zeit haben, um mit den Patienten öfter etwas zu unternehmen. Allerdings haben wir auch Pflegepatienten, die sehr selten oder gar keinen Besuch erhalten. Dies ist dann natürlich nicht so gut, da diese Pflegeheimbewohner sehr launisch und traurig sind und sich anfangen, zurückzuziehen.

Sind die Bewohner regelmäßig an der frischen Luft und werden zur Bewegung animiert, sind diese wesentlich ausgeglichener und lachen häufiger.“