Pflegeheim für Demenz in Berlin
Die hohe Zahl von Fällen lässt unwillkürlich den Eindruck entstehen, dass Demenz im Alter einfach „mit dazugehört“, und ein ganz normales Altersproblem ist. Dem ist aber nicht so – Demenz ist eine schwere Erkrankung, die fortschreitet, praktisch kaum aufzuhalten ist, und keineswegs „normal“ ist.
Sie bedeutet für die Betroffenen einen enormen Leidensdruck, den Verlust jeglicher sozialer Orientierung und teilweise auch den Verlust der eigenen, prägenden Persönlichkeitsmerkmale und mit der Zeit auch aller sicheren und Sicherheit gebenden Beziehungen. Mit einem derartigen Problem muss sorgsam und liebevoll umgegangen werden – und vor allem kompetent. Bei weitem nicht alle Pflegeheime sind dazu aber wirklich in der Lage.

 

Die Pflege von Demenzkranken ist aufwändig und anstrengend.Aktuell sind rund 2 Millionen Menschen in Deutschland von schwerer Demenz betroffen. Dazu gehört nicht nur Alzheimer: Demenz gibt es in vielen unterschiedlichen Formen, die jeweils ihre ganz eigene Symptomatik haben. Jede Demenzart bringt dabei auch ihre ganz eigenen Probleme und Herausforderungen mit.

Für die Mitarbeiter in Pflegeheimen bedeutet das, sich auf jeden Heimbewohner mit seinen ganz besonderen Problemen intensiv einlassen zu müssen, die Situation richtig einzuschätzen und die verbleibenden Fähigkeiten so weit wie möglich noch zu fördern, um die Lebensqualität für den Betroffenen weitestgehend und so lang wie möglich erhalten zu können. Dafür sind – neben ausreichend Zeit und psychischer Stärke – auch Empathie und Einfühlungsvermögen und ein gerüttelt Maß an Wissen notwendig.

Diese Dinge stehen indes in den meisten Pflegeheimen nicht gerade im Übermaß zur Verfügung. In vielen Heimen leidet aufgrund des chronischen Personalmangels und der Geldknappheit bereits die Grundversorgung. An zusätzliche besondere Maßnahmen für einzelne Patienten, an liebevolle Zuwendung und an ein ruhiges, behutsames Vorgehen ist dabei überhaupt nicht zu denken. Genau das aber wäre besonders wichtig. Menschen, die an Demenz leiden, verlieren mit der Zeit jede Orientierung in ihrem Leben, schwimmen haltlos durch die Tage und finden kaum mehr einen Punkt, an dem sie sich wirklich festhalten können.

Liebevolle, stabile und empathische Beziehungen, langsames, behutsames miteinander Umgehen und intensive Zuwendung wären ein Halt – sind in den meisten Pflegeheimen aber etwas, das schon längst in die Schublade „ein schöner Traum“ einsortiert ist. Der Aufwand für eine solche Art der Pflege ist einfach völlig unvertretbar hoch.

Pflegeheime, die auf Demenz spezialisiert sind

Es gibt aber – auch in Berlin – einzelne Pflegeheime, die sich auf die Pflege und Begleitung Demenzkranker spezialisiert haben. Hier hat man die Möglichkeiten geschaffen, besser auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz einzugehen. Für die Betroffenen bedeutet das ein hohes Maß an Lebensqualität, eine mögliche Stabilisierung für lange Zeiträume, und eine deutliche Verringerung des Leidensdrucks, der durch die Erkrankung entsteht. Es ist nicht immer einfach ein solches Heim zu finden, und auch einen Platz zu bekommen – es ist aber sicherlich das Beste, was man tun oder wenigstens versuchen kann.

Der Bedarf an solchen Heimen steigt ohnehin rasant an – in den nächsten Jahren erwartet man Zuwachsraten von 20 Prozent oder sogar mehr bei Demenzerkrankungen. Viele Heime erkennen die Zeichen der Zeit, und versuchen deshalb, ihre Betreuungsangebote mehr und mehr auf diesen aktuellen Bedarf abzustimmen. In Zukunft wird die Chance, einen Platz in einem spezialisierten Pflegeheim für Demenz in Berlin zu bekommen, wohl deutlich steigen.